Wenn ein Alphorn durch den Wald klingt …

15. April 2026

 

Im Waldkindergarten hat etwas Neues begonnen: unser Instrumentenkarussell. Dabei kommen Eltern, die ein Instrument spielen, zu uns in den Kindergarten und bringen den Kindern die Welt der Musik ein Stück näher. Es wird vorgespielt, erzählt, gelauscht – und wenn möglich, darf natürlich auch selbst ausprobiert werden.

 

Den Anfang machte Michael mit seinem Alphorn. Und das war gleich ein ganz besonderes Erlebnis: Noch bevor die Kinder das große Instrument überhaupt sehen konnten, waren die langen, ruhigen Töne schon tief im Wald zu hören. Am Sonnenplatz wartend lauschten alle gespannt. Dann kam das Alphorn ins Blickfeld – und das Staunen war groß. So ein Instrument sieht man schließlich nicht alle Tage.

 

Mit viel Ruhe und Freude erklärte Michael den Kindern, wie ein Alphorn funktioniert. Sie erfuhren, dass der Ton mit der Länge des Instruments zusammenhängt und dass sein Alphorn mit etwa vier Metern Länge den Grundton F hat. Am spannendsten war natürlich die Frage: Kann man da selbst auch einen Ton herausbekommen?

 

Und ja – das wurde ausprobiert! Gar nicht so einfach, wie sich schnell zeigte. Aber mit Neugier, Mut und viel Pusten gelang es manchen Kindern am Ende sogar besser als so manchem Erwachsenen. Das sorgte natürlich für große Freude.

 

So wurde aus diesem Vormittag ein ganz besonderes Erlebnis: Die Kinder konnten Musik nicht nur hören, sondern richtig erleben – mit Staunen, Lauschen und eigenem Ausprobieren. Eine Erzieherin meinte danach augenzwinkernd, dass hier die Messlatte für alle weiteren Instrumentenvorstellungen ganz schön hoch gelegt worden sei.

 

Und das Alphorn war erst der Anfang: Schon angekündigt sind eine Trommelrunde und ein Handpan-Konzert. Auch Gitarre und Harmonium werden noch zu Besuch kommen. So dreht sich unser Instrumentenkarussell nun langsam weiter – und wir freuen uns schon auf viele neue Klänge im Wald.