Was tut man, wenn die Kinder am Morgen zum Kindergarten gebracht werden und sich auf dem Weg die überfahrenen Kröten häufen?
Reichlich geschockt waren die Kleinen, wurden die meisten von ihnen mit einem so grausamen Ende eines zuvor lebenden Geschöpfes noch nie konfrontiert.
So wuchs der Wunsch der Waldfüchse etwas zu unternehmen!
Die Erzieherinnen klemmten sich ans Telefon, fragten beim NaBu sowie dem Bund Naturschutz an und erhielten einige Anregungen. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises wurde ebenfalls kontaktiert - leider fehlen dort Gelder sowie das nötige Personal, um dieses Jahr vielerorts Krötenzäune aufzustellen.
Also musste eine eigene Aktion her. Gedacht - getan.
Die Kinder begannen mit Eifer Warnschilder zu malen. Diese wurden dann an der Straße gut sichtbar aufgestellt. Des weiteren wanderten sie, bewaffnet mit Eimern, die nähere Umgebung ab, um Laich aus kleinen, von Austrocknung gefährdeten Pfützen zu sammeln. Ein Teil des Parkplatzes wurde abgeteilt, da auch dort in einer Senke stets neuer Laich abgelegt wird.
Der von den fleißigen Kindern gesammelte Laich wurde zu einem winzigen Teich direkt im Waldkindergarten gebracht. Zur Sicherheit wurde dieser Bereich abgesperrt. Die Erzieher kümmern sich gemeinsam mit den Kindern täglich darum, dass dieser nicht austrocknet. Notfalls wird auch am Wochenende neues Wasser gebracht und der Teich aufgefüllt. Dieser Vorgang hatte sich bereits im Jahr zuvor bewährt.
Und damit die Kinder genau beobachten können, wie aus dem Laich letztendlich ein Frosch entsteht, wird erneut ein Außenaquarium aufgestellt, in welchem ein kleiner Teil Laich unterkommt. So können die Kinder die Entwicklung täglich miterleben.
Diese Aktion war die Idee der Kinder, angeleitet von den Erziehern, um sinnvolle Hilfe zu leisten.
Wir sagen: Danke liebe Kinder, ihr habt das fabelhaft gemacht!
